Ladeneröffnung

Wir: zwei Stu­denten aus dem Glas, Daniel Hofer und Robert Müglitz, eröffnen fei­er­lich einen kleinen Laden dessen Name: „Objekt Bild Acces­soire“ auch Pro­gramm ist. Es geht also um Pro­dukte und weniger um Kunst, alles Aus­ge­preist alles hat einen Pro­dukt­wert. Kommt vorbei jeden Mitt­woch 10 – 18 alles wei­tere im Blog objekt​bil​dac​ces​soire​.blog​spot​.de

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Some Conference: Remix

1. Juni 2012
09:00bis18:00

Remix: Wie Ideen entstehen

Some Con­fe­rence
Remix _​Ideen ent­stehen
1. Juni 2012

Ein Tag mit:

  • Eike König
  • Chilly Gon­zales
  • Mate Stein­forth
  • Max Andersson
  • Iris Dan­ke­meyer
  • Alex­ander Lis
  • Nadine Kolod­ziey

Das Vor­han­dene ver­än­dern und zu neuen Ideen kom­bi­nieren. Ein Tag zum Thema Remix.

Die Kon­fe­renz der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle findet in diesem Sommer zum zweiten Mal statt. Von Stu­denten selbst­ständig orga­ni­siert und kura­tiert, bleibt ein beson­deres Merkmal der Some Con­fe­rence der kos­ten­lose Ein­tritt. Es soll ein inspi­rie­rendes Fes­tival für 500 Stu­denten, Künstler und Desi­gner aus ganz Deutsch­land werden.

Unter der Devise Remix_​Ideen ent­stehen for­schen wir nach Mei­nungen, die eta­blierte Dis­zi­plinen hin­ter­fragen, igno­rieren oder sie neu ver­knüpfen. Daher haben wir nicht nur klas­si­sche Desi­gner ein­ge­laden, son­dern beleuchten das Thema auch aus anderen Perspektiven.

Die Ver­an­stal­tung wird von den Stu­denten Patrick Müßig­gang, Markus Lange, Marcus Blät­ter­mann, Mar­gret Wolf und Colette Dörr­wand gemeinsam mit ihrem Pro­fessor Sven Voelker organisiert.

Nur Begrenzte Tickets! Jetzt hier sicher!

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Tausend Stimmen. Eine Schau über Szeemann, Diagramme, Art Spaces und Dienstbesprechungen

Aus­stel­lung in der Burg Galerie im Volks­park vom 3. Mai bis 17. Juni 2012, Ver­nis­sage am Mitt­woch, 2. Mai 2012, 18 Uhr

Begrü­ßung
Prof. Dr. Nike Bätzner, Prorektorin

Ein­füh­rung
Paolo Bianchi, Kurator Burg Galerie

In guten Aus­stel­lungen geht es immer auch um Dia­loge und darum, den Dingen über die reine Bedeu­tung hinaus eine eigene Stimme zu geben. Wer als „mün­diger Besu­cher“ eine Aus­stel­lung auf­sucht oder über die Schwelle eines Kunst­raums tritt, steht immer mit­ten­drin in einem Archiv, einem Büro und Labor von Dingen, Werken und Erzäh­lungen. Hier vibrieren Stimmen, leuchten Stim­mungen auf, ist die Szene von leichtem Hall erfüllt. Wer als Fla­neur im Par­cours der „Tau­send Stimmen“ umher­schweift, dem sei geraten, so viel zu wissen wie nur eben mög­lich und zugleich sich naiv erleben zu können. Zudem ist ihm geraten, sein Poten­zial an Neu­gierde auf­zu­rufen. Ziel ist es, das Pan­op­tikum und Pan­orama an Impulsen und Ein­drü­cken so zu nutzen, dass sich all­mäh­lich Zusam­men­hänge erschließen. Der Kunst­wis­sen­schaftler und Kurator Barnaby Drabble schreibt treffend:

„Die Aus­stel­lung ist ein Ort, wo wir zur Teil­nahme an einem men­talen Spiel auf­ge­for­dert werden, bei dem wir uns vor­stellen, dass Objekte zu uns spre­chen. … Wessen Stimmen hören wir eigent­lich in der Aus­stel­lung? … Zu den Stimmen der Künstler kommen die­je­nigen der Kura­toren und der Insti­tu­tionen hinzu. … Aus­stel­lungen können von Har­mo­nien oder Miss­tönen geprägt sein, und die Beur­tei­lung ihrer Qua­lität erfor­dert genaues Hin­hören; man muss ein Ohr dafür haben, wie sie zusam­men­klingen, sich gegen­seitig ergänzen, erwei­tern oder wider­spre­chen. … Kura­to­ri­sche Ent­schei­dungen können künst­le­ri­sche Posi­tionen mit­ein­ander in Dialog bringen oder die Pro­zesse hinter den Objekten mit einem par­al­lelen Kom­mentar deut­lich machen.“ – Barnaby Drabble, Stimmen in der Aus­stel­lung, in: Swiss Exhi­bi­tion Award 2009, her­aus­ge­geben vom Bun­desamt für Kultur und der Julius Bär Stif­tung, Bern 2010, S. 47 – 56. (siehe gesamten Text zum Down­load in der rechten Spalte)

Die Stimmen von Werk, Künstler, Kurator und Insti­tu­tion erfahren durch die Prä­senz der Stimmen des Publi­kums eine grund­le­gende Erwei­te­rung. An das „gol­dene Zeit­alter“ der Kura­toren könnte sich schon bald das­je­nige der Aus­stel­lungs­be­su­cher anschließen. Die Schau „Tau­send Stimmen“ stellt nicht allein das Kura­tieren bzw. Aus­stel­lungs­ma­chen in den Vor­der­grund, son­dern geht einen Schritt weiter, indem sie das Aus­stellen und Ver­mit­teln als eine Par­al­lel­ak­tion denkt und zeigt. Kon­se­quen­ter­weise exis­tieren hierbei keine Haupt– und Neben­stimmen mehr. Zu hören ist nur noch das große Mit– und Durch­ein­ander. Das Ein­drucks­volle an solch einer Auf­wei­chung von Sinn­haf­tig­keit ist, dass man als Besu­cher ein Teil dieses offenen Sys­tems geworden ist. Im laby­rin­thi­schen Palaver der Stimmen gibt es keinen roten Faden der Kon­ven­tionen mehr, son­dern nur noch über­ra­schende Echos, Dia­loge und Spiegelungen.

Die Aus­stel­lung „Tau­send Stimmen“ nähert sich mit fünf in sich bereits sehr viel­stim­migen künst­le­ri­schen und gestal­te­ri­schen Bei­trägen dem „Medium Aus­stel­lung“ auf kom­plexe, ver­spielte und emo­tio­nale Art. Als Aus­stel­lung ent­steht sie aus dem Nichts und ver­däm­mert dorthin zurück. Als Ergebnis des Aus­stel­lungs­be­su­ches zeigt sich eine kleine Ver­rü­ckung, mani­fes­tiert sich eine schmale Erleb­nis­spur. Eine sol­cherart bewe­gende Erfah­rung kann ver­hin­dern, dass wir die Welt der Kunst noch mit den glei­chen Augen wie zuvor betrachten. „Tau­send Stimmen“ will die Men­schen in Staunen ver­setzen, zu Ent­de­ckungen anregen und den Raum für Refle­xionen öffnen.

Leila Tabas­somi, Szee­mann, und Jetzt?, 2011 – 2012
Das als Fra­ge­re­cherche ange­legte Pro­jekt von Leila Tabas­somi geht von der Prä­misse aus, dass dem Mythos Szee­mann nur bei­zu­kommen ist, wenn die Kura­toren befragt werden, die diesen Mythos mit­be­gründet haben und wei­terhin auf­recht­er­halten. Der Schweizer Aus­stel­lungs­ma­cher Harald Szee­mann (1933 – 2005) strebte mit seinen legen­dären Aus­stel­lungen wie „When Atti­tudes Become Form“ (1969), „Jung­ge­sel­len­ma­schinen“ (1975), „Monte Verità“ (1978) oder „Der Hang zum Gesamt­kunst­werk“ (1983) und mit seinem ima­gi­nären „Museum der Obses­sionen“ nach Grenz­über­schrei­tungen und nach Visua­li­sie­rungen von Energie und Magie. Tabas­somi stellte über 30 Kura­toren je 11 Fragen, wie: Welche Rolle spielt Szee­mann in Ihrer Bio­grafie? Sie wollte wissen, welche seiner Impulse auf­ge­griffen, wei­ter­ge­führt, modifiziert oder kon­ter­ka­riert werden? Mehr noch: Wie werden heute Aus­stel­lungen gemacht? Tabas­somi lässt in „Tau­send Stimmen“ nicht nur die „Experten“ zu Wort kommen, son­dern akti­viert gleich­zeitig auch das Mei­nungs­bild der Besucher.

Ger­hard Dir­moser, Dia­gram­matik der Aus­stel­lungs­kunst, 2012
Der Linzer Künstler und Sys­tem­ana­ly­tiker Ger­hard Dir­moser beschäf­tigt sich mit seman­ti­schen Netzen. Seine aktu­elle For­schung zu einer „Dia­gram­matik der Aus­stel­lungs­kunst“ ver­mit­telt in visu­eller und ver­baler Gestalt, dass Aus­stel­lungen und Dia­gramme ver­bin­dende Eigen­schaften auf­weisen. Ihr gemein­samer Nenner ist, dass beide Formen, Ord­nungen und Gesten des Zei­gens und Prä­sen­tie­rens ver­kör­pern, dass beide Gefüge, Kon­fi­gu­ra­tionen und Kon­stel­la­tionen bilden, dass beide Wissen, Orte und Kon­texte zuein­ander in Bezie­hung bringen. Die Dia­gramm­kunst von Dir­moser öffnet einen bisher unge­ahnten Blick auf die Kunst des Aus­stel­lens und begreift das Aus­stellen als Erzählen, Zwischen-​Räumlichkeit, Zueinander-​Konstellation und Zeige-​Komplex. Dir­moser ver­wan­delt die Burg­ga­lerie in einen Ort der Seh­lek­türe, der seine Gedanken und Nota­tionen zu Themen prä­sen­tiert wie Akteur, Par­cours, Drama, Sockel, Blick, Schwer­kraft, Archive, Zwi­schen­raum und Mate­ria­lität. Durch Texte, Bilder und Text-​Bild-​Hybride alias Dia­gramme ver­mit­telt sich eine Ästhetik des Kura­tie­rens jen­seits von White Cube und Wunderkammer.

Dreams of Art Spaces Collected, 2008 – 2012
Das künst­le­ri­sche Recher­che­pro­jekt der Künstler Doro­thee Albrecht, Moira Zoitl und Andreas Schmid unter­sucht die Rolle von Kunst­räumen in einem glo­balen Zusam­men­hang und wurde von der Inter­na­tio­nalen Gesell­schaft der Bil­denden Künste (IGBK) in Berlin ermög­licht. Im Mit­tel­punkt stehen Gespräche mit Künst­lern, Kura­toren und Theo­re­ti­kern über Kunst­be­griffe, Kon­texte und Räume für Kunst. Die Samm­lung der Video-​Beiträge por­trä­tiert unter­schied­liche Kunst­räume sowie ihre lokalen Vor­aus­set­zungen in einer glo­ba­li­sierten Welt. Im Blick­punkt stehen Art Spaces, Pro­ject Spaces und künst­le­ri­sche Initia­tiven. Die in China und Europa geführten Video-​Interviews gehen fol­genden Grund­fragen nach: Wie wird Kunst aus­ge­stellt und ver­mit­telt? Was ist die Auf­gabe eines Kunst­raums? Was für Stra­te­gien und Modelle werden ein­ge­setzt? Wel­ches Publikum ver­sucht der Kunst­raum anzu­ziehen? Die ver­schie­denen Stimmen im Pro­jekt „Dreams of Art Spaces Collected“ zeigen, dass die Vor­stel­lungen davon, wie Kunst oder die eigenen Werke prä­sen­tiert und ver­mit­telt werden sollen, viel­fältig sind und viele Kul­tur­schaf­fende welt­weit beschäftigt.

Chris­tian Jan­kowski, Dienst­be­spre­chung, 2008
Die Arbeit „Dienst­be­spre­chung“ (2008) von Chris­tian Jan­kowski ver­mit­telt einen Ein­blick in die viel­fäl­tigen Funk­ti­ons­zu­sam­men­hänge der Insti­tu­tion Kunst­mu­seum. Sie zeigt, wie Jan­kowski im Kunst­mu­seum Stutt­gart einen Rol­len­tausch der ein­zelnen Mit­ar­beiter im Haus vor­nimmt. Die Mehr­heit der Kol­legen (Direktor, Kurator, Tech­niker, Sekre­tärin, Haus­meister) tauscht für einen Tag mit­tels Los­ent­scheid ihre Jobs. Das Werk pro­to­kol­liert einer­seits in Film­auf­nahmen die gegen­sei­tigen Ein­wei­sungen: vier Minuten Zeit, um den eigenen Arbeits­platz abzu­treten, die wich­tigsten Tätig­keiten zu umreißen und sich selbst in einen neuen Arbeits­platz ein­weisen zu lassen. Ander­seits zeigt ein Doku­men­tarfilm als Wer­be­trailer das Museum und seine Mit­ar­beiter an den getauschten Arbeits­plätzen: Die Kura­torin schiebt Sicher­heits­wache, die Direk­torin ver­legt Tep­piche. Dabei wissen die Fil­me­ma­cher nicht, dass sie es mit „Laien“ zu tun haben. Was mag der Aus­stel­lungs­tech­niker als Direktor zual­ler­erst ver­an­lassen? Wie ver­hält sich der Sicher­heits­be­auf­tragte in seiner neuen Rolle als Kurator?

Mat­thias Götz und Maike Fraas, Villa Para­gone, 200608
Die theo­re­ti­sche Debatte zu Theorie und Praxis des Aus­stel­lens hinkt den Ereig­nissen hin­terher, stellen Mat­thias Götz und Maike Fraas 2006 fest. In der „Villa Para­gone“ werden im Medium Sym­po­sium und Buch die spe­zifi­schen Bedin­gungen und Mög­lich­keiten des Aus­stel­lens bespro­chen, die Ent­wick­lungs­ge­schichte des Aus­stel­lens umrissen und der Blick auf die viel­fäl­tigen Bezie­hungen zwi­schen Theorie und Praxis des Aus­stel­lens gerichtet. Im Mit­tel­punkt steht das Prinzip des Ver­gleichs (para­gone), denn Aus­stellen heißt immer auch: Ver­glei­chen. Hin­stellen ist das eine, Aus­stellen etwas anderes – den Unter­schied macht die Qua­lität des Ver­glei­chens aus. Und auch die Chance, das Ver­gli­chene als Ver­gleich zu erkennen und ein­zu­ordnen. Das betrifft unter­schied­lichste Dis­zi­plinen und Kom­pe­tenzen: Museen und Museo­logen, Desi­gner und Sammler, His­to­riker und Sze­no­grafen, Aus­stel­lungs­ma­cher und Kon­ser­va­toren, Deko­ra­teure und Jour­na­listen, Mes­se­bauer und Grafiker oder Archi­tekten. In „Tau­send Stimmen“ können sich die Besu­cher im „Lese­zimmer“ in dem mehr als 600-​seitigen Werk vertiefen.

Mit künst­le­ri­schen und gestal­te­ri­schen Bei­trägen von:
Ger­hard Dir­moser, *1958, lebt und arbeitet in Linz
Dreams of Art Spaces Collected: Doro­thee Albrecht, *1969; Andreas Schmid, *1955 und Moira Zoitl, *1968, alle leben und arbeiten in Berlin
Chris­tian Jan­kowski, *1968, lebt und arbeitet in Berlin
Leila Tabas­somi, *1979, lebt und arbeitet in Leipzig
Mat­thias Götz, *1952, lebt und arbeitet in Halle und Zürich
Maike Fraas, *1976, lebt und arbeitet in Halle

Mit kura­to­ri­schen Stimmen von:
Teil I: Dreams of Art Spaces Collected befragte fol­gende Künstler und Kura­toren in China, Europa und der Türkei:

Jay Brown — Lijiang Studio in Lashihai, Johnson Chang Tsong-​Zung in Hong Kong, Chen Tong — Libreria Borges in Guang­zhou, Claire Hsu — Asia Art Archive in Hong Kong, Leung Chi Wo Warren — Para/​Site Art Space in Hong Kong, Qiu Zhijie in Bei­jing , Ashley Yeung — Video­tage in Hong Kong, Bonnie Yeung und Connie Lam — Hong Kong Arts Centre, Eva Hertzsch und Adam Page — Info Offspring in Berlin, Anton Lederer und Mar­ga­rethe Makovec – rotor Graz, Mar­tina Reuter und Dominik Por­tune — Depot Wien, Ute Meta Bauer, Charles Esche, Sarat Maharaj, Leonie Bau­mann — Neue Gesell­schaft für Bil­dende Kunst (NGBK) in Berlin, Char­lotte Martinz-​Turek und Luisa Ziaja – schnitt­punkt in Wien, Özge Acikkol — oda pro­jesi in Istanbul, Vasif Kortun — Plat­form Garanti in Istanbul

Teil II: Leila Tabas­somi befragte fol­gende Kuratoren:

Hil­de­gund Amans­hauser, Ute Meta Bauer, Daniel Bau­mann, Nike Bätzner, Tobia Bez­zola, Bea­trice von Bis­marck, Bice Curiger, Rike Frank, Nicole Fritz, Raphael Gygax, Wulf Her­zo­gen­rath, Julian Heynen, Justin Hoff­mann, Gregor Jansen, Susanne Jaschko, Chris­toph Kive­litz, Moritz Küng, Gabriele Mackert, Vanessa Joan Müller, Ruth Noack, Nini Pala­vans­hi­vili, Susanne Pfeffer, Ingrid Pfeiffer, Julia Schäfer, Britt Schle­hahn, Necmi Sönmez, Bet­tina Stein­brügge, Markus Stegmann, Ange­lika Stepken, Leif Magne Tangen, Mat­thias Ulrich, Flo­rian Wald­vogel, Susanne Weiß, Thomas Weski, Axel Wieder

Burg Galerie im Volks­park
Schleifweg 8a
06114 Halle (Saale)
Tel. +49 (0)345 7751 – 526
www​.burg​-halle​.de/​g​a​lerie

Öff­nungs­zeiten
Mo – Fr 14 – 19 Uhr /​Sa + So 11 – 16 Uhr /​Pfingst­montag 11 – 16 Uhr

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Studios statt Fachbereichsräte?

Ein Reform­vor­schlag soll die Orga­ni­sa­ti­ons­struktur der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle ver­bes­sern. Unnütze Gre­mien fallen weg, Büro­kratie wird auf ein brauch­bares Maß beschränkt, und der Senat gewinnt Einfluss.

Seit einiger Zeit macht sich an der Kunst­hoch­schule Unzu­frie­den­heit über die Ent­schei­dungs­wege und die Struktur der Gre­mien breit. Es gibt zu viele Gre­mien, die sich meist um ein und das­selbe küm­mern. Die Mit­glieder treffen sich zu oft und haben aus Zeit­mangel oder Lust­lo­sig­keit kein Auge mehr auf Beschluss­vor­lagen geworfen. Der Senat bestä­tigt über­wie­gend, was vorher im Fach­be­reichsrat ver­ab­schiedet wurde, und anders­herum. »Es war eher die Regel, dass Beschluss­vor­lagen, die zur Ein­sicht im Dekanat aus­ge­legt wurden, nur von wenigen, manchmal sogar von nie­mandem vor den ent­schei­denden Sit­zungen ange­schaut wurden«, meint Rektor Axel Müller-​Schöll, der in seiner Zeit als Dekan vier Jahre lang im Fach­be­reichsrat Design saß.

Jetzt soll eine Ver­än­de­rung her. Zur Dis­kus­sion steht ein Reform­vor­schlag von Wolf­gang Sto­ckert, Kanzler der Hoch­schule, und Mat­thias Fiedler, Dezer­nats­leiter für Per­sonal und Haus­halt. Es soll weniger Büro­kratie geben. Die Fach­be­reiche für Kunst und Design fallen weg. Statt­dessen wird es neun soge­nannte Stu­dios geben, zum Bei­spiel eines für Malerei. Diese werden eine gewisse Auto­nomie bekommen, denn sie können unter anderem das Lehr­an­gebot orga­ni­sieren. Neu ist auch, dass jedes Studio seine eigenen Hoch­schul­prü­fungen hat und diese durch­führt. Die Stu­dios bleiben durch ein Gre­mium, den Senat, wei­sungs­ge­bunden. Eine Ver­bes­se­rung, denn die Stu­di­en­gänge waren durch drei Gre­mien wei­sungs­ge­bunden: den Senat und die zwei Fachbereichsräte.

Da jedes Studio nur aus einem der beiden Fach­be­reiche her­vor­gehen wird, bleiben Kunst und Design wei­terhin von­ein­ander abge­grenzt. Mit der Neu­ord­nung in Stu­dios gewinnen dar­über hinaus ein­zelne Fächer­gruppen an Eigen­stän­dig­keit. Der Senat wird Auf­gaben der Fach­be­reichs­räte wahr­nehmen, wenn diese nicht einem Studio zuge­wiesen sind. Er soll über die Stu­dien– und Prü­fungs­ord­nung ent­scheiden. Wer zum Dozenten berufen werden soll, dar­über können die Stu­dios mit­ent­scheiden. Für die Ver­lei­hung von Hoch­schul­graden soll aber der Senat zuständig sein. Laut Hannes Trommer, stu­den­ti­schem Senats­mit­glied und Mit­glied in der Kom­mis­sion, welche sich mit der Struktur beschäf­tigt, sind einige Fragen offen. Zum Bei­spiel: »Wie sollen die Stu­dios zusam­men­ge­fasst werden, und wer ist zu wel­chem Studio zuge­hörig?« Aus seiner vier­jäh­rigen Arbeit als Dekan im Fach­be­reichsrat Design weiß Axel Müller-​Schöll auch, »dass wir im Ein­zelnen am Zuschnitt der Reform feilen müssen.«

Der Kanzler, der Rektor und die drei Pro­rek­to­rinnen leiten in Form des Rek­to­rates die Hoch­schule. Aber die Auf­gaben, die ihnen durch die neue Reform bleiben, beschränken sich auf einen kleinen Teil: Bei den Ent­schei­dungen des Senats zustimmen, nach Absprache mit dem Senat zuge­wie­sene Mittel und Stellen ver­teilen und mit dem Minis­te­rium eine Ziel­ver­ein­ba­rung treffen. Das Rek­torat wird an Ein­fluss ver­lieren. Die Stu­dios können mehr ent­scheiden und haben ihren eigenen Bereich, aber kap­seln sie sich nicht alle von­ein­ander ab? Gibt es auch gemein­same Pro­jekte zwi­schen den Stu­dios? Jedes Studio hat seine eigenen Räume, seine Auf­gaben und seine Pro­jekte. Stu­denten, die sich momentan noch in dem­selben Raum befinden, obwohl sie Ver­schie­denes stu­dieren, werden sich nicht mehr so schnell über den Weg laufen. Kunst ent­steht auch durch ver­schie­dene Ein­flüsse, indem Stu­denten hier und dort rein­schauen und mit­ma­chen können. Jetzt sollen sie sich von Anfang an auf eine Schiene, zum Bei­spiel Malerei, festlegen.

Wolf­gang Sto­ckert und Mat­thias Fiedler haben sich viel zur Ver­bes­se­rung der Orga­ni­sa­ti­ons­struktur über­legt. Bei allen Bedenken und mög­li­chen Risiken spre­chen sich aber auch Hannes und Prof. Müller-​Schöll grund­sätz­lich für den Reform­vor­schlag aus.

Die Stu­denten der Burg sollten sich ange­spro­chen fühlen und ihre Mei­nung dazu äußern. Wer sich ein­mi­schen will, ist sehr gern bei dem stu­den­ti­schen Arbeits­kreis gesehen, der sich mit dem Thema befasst.

(via Has­tu­zeit)

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Workshop und Ausstellung

TRASH is the new TREASURE
eine krea­tive Expe­di­tion in Müll.

Wir gehen auf Tuch­füh­lung mit dem Müll und wollen krea­tiven Output –
für uns, eine Aus­stel­lung, die Welt und das große Ganze.

* Was ist euer Anspruch an Design und Kunst?
* Was pas­siert, wenn wir nicht nur Bedürf­nissen, son­dern auch Ver­ant­wor­tung Gestalt geben?
* Wel­chen Her­aus­for­de­rungen werden wir uns in Zukunft stellen (müssen)?

Dies ist ein Aufruf und ein Angebot an einem freien Pro­jekt teil­zu­nehmen,
wel­ches über den Hoch­schul­rahmen hinaus Einzug in die Wirk­lich­keit hält:
Die Rolle des Designs im Wirt­schafts­pro­zess und als Pro­blem­löser für eine Welt mit knapper
wer­denden Res­sourcen, immer grö­ßerer Umwelt­be­las­tung und finan­zi­ellen und sozialen Krisen.

„Das Design spielt eine wich­tige Rolle bei der Her­stel­lung des Neuen. Einer­seits sorgt gutes Design dafür, dass die Dinge zeitlos schön sind und lange genutzt werden können. Ande­rer­seits sti­mu­liert neues Design auch Neu­pro­duk­tion und damit folg­lich Aus­ran­gieren und Weg­werfen. Um die sozialen und Umwelt­pro­bleme durch Über­pro­duk­tion zu lösen, muss jedoch weniger pro­du­ziert und kon­su­miert werden, damit weniger Müll ent­steht. Oder Waren werden als abfall­freie Pro­dukte kon­zi­piert, die als Müll wieder voll­ständig in den Kreis­lauf der Neu­pro­duk­tion inte­griert werden können. Einige Pio­niere im Design greifen heute schon krea­tive Arten des Recy­clings, des Weiter– und Wie­der­ver­wen­dens auf. Zeit also den Müll abzu­schaffen!“
Anre­gungen aus: Bedürf­nissen Gestalt geben, Ver­ant­wor­tung Gestalt geben von Chris­tian Loffing & Sigrid Verleysdonk-​Simons

/​/​ein Work­shop dazu ist geplant für den 11. und 12. Mai 2012

/​/​eine Aus­stel­lung dazu ist geplant vom 08. bis 28. Juni 2012

Inter­es­siert ihr euch für das Thema und möchtet an dem Work­shop und/​oder der Aus­stel­lung Teil nehmen, dann tretet am besten gleich unserer Facebook-​Gruppe bei:
http://​www​.face​book​.com/​g​r​o​u​p​s​/​2​1​9​5​5​0​8​6​1​4​8​2740/

Wollt ihr euch noch etwas genauer infor­mieren, werft einen Blick auf unsere Web­seite:
www​.trash​-is​-tre​a​sure​.de

Habt ihr Fragen und Anre­gungen, schreibt uns eine Mail an:
info@trash-is-treasure.de

Danke und bis demnächst.

Diana Neu­merkel | Multimedia-​Designerin und Kul­turk­rea­tive mit Herz für Ideale
Elke Dob­bertin | Kul­tur­ma­na­gerin für Nach­hal­tige Entwicklung

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Weitere Büros im DesignHaus Halle frei

Designhaus Halle

Das Desi­gn­Haus Halle sucht ab sofort noch wei­tere Mieter aus der Krea­tiv­wirt­schaft. Das Exis­tenz­grün­der­zen­trum der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle bietet der­zeit schon 28 Unter­nehmen mit 42 Mit­ar­bei­tern Arbeits­räume zu güns­tigen Miet­be­din­gungen in der Ernst-​König-​Straße. Nun können dank wei­terer Umbau­ar­beiten und Mie­ter­wechsel erneut Büros zur Ver­fü­gung gestellt werden.

Junge Unter­nehmen und Exis­tenz­gründer können sich bis zum 8. Juni 2012 mit einem Unter­neh­mens­kon­zept bewerben. Zu mieten sind güns­tige Büros mit tech­ni­scher Infra­struktur für maximal fünf Jahre. Der Campus Design liegt in unmit­tel­barer Nähe. Das im Haus ansäs­sige Trans­fer­zen­trum der Hoch­schule bietet den Mie­tern Bera­tung, Wei­ter­bil­dungen und ein leben­diges Netzwerk.

Über die Ver­gabe der Räume ent­scheidet ein Gre­mium aus Mit­glie­dern der Hoch­schule. Der Einzug wird nach Absprache ab Juli 2012 mög­lich sein.

Das Bewer­bungs­for­mular kann unter www​.desi​gn​haus​halle​.de run­ter­ge­laden werden.

Rück­fragen und Bewer­bungen mit Unter­neh­mens­kon­zept bevor­zugt per Mail an: Karstin Kirchner, Kunst­hoch­schule Halle, Neu­werk 7, 06108 Halle, 0345÷7751−530, kirchner(at)burg-halle.de

Mehr Infos zum Desi­gn­haus Halle:

www​.desi​gn​haus​halle​.de
www​.face​book​.com/​d​e​s​i​g​n​h​a​u​s​halle

www​.twitter​.com/​d​e​s​i​g​n​h​a​u​s​halle

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Benita Koch-​Otte: Leben und Weben am Bauhaus

Nach der Auf­lö­sung des Bau­hauses in Weimar ging Benita Otte zunächst mit nach Dessau. Dort blieb sie bis zu ihrer Beru­fung an die Kunst­ge­wer­be­schule der Stadt Halle auf der Burg Gie­bi­chen­stein im Oktober 1925.

via Bau­häus­lerin des Monats April 2012

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Michael Rock

(via bau­haus online)

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Ideenwettbewerb Hochschulwahlkampagne – 750 Euro Preisgeld!

19. März 2012
12:00

In diesem Jahr sucht der Stu­die­ren­denrat die beste Idee und das krea­tivste Kon­zept für eine erfolg­reiche Hoch­schul­wahl­kam­pagne. Unsere alten Pla­kate und Flyer haben aus­ge­dient und es wird Zeit für fri­schen Wind. Unter allen ein­ge­reichten Ideen prä­mieren wir das aus­ge­suchte Kon­zept mit satten 750 Euro Preisgeld.

Wir benö­tigen von euch ein Design für Flyer und Pla­kate, wel­ches als PDF ein­zu­rei­chen ist. Wichtig ist die Bot­schaft die ihr rüber­bringen wollt. Egal ob witzig, frech, ernst oder nach­denk­lich. Warum ist es wichtig zur Hoch­schul­wahl zu gehen, was bedeutet dieser Pro­zess, warum ist jede Stimme wichtig? Welche Aussage(n) ihr mit den Pos­tern und Flyern ver­mit­teln wollt ist euch überlassen.

Wei­terhin müsst ihr eine kurze Erläu­te­rung eures Kon­zeptes ein­rei­chen. Lasst euren Ideen freien Lauf. Sagt uns was eure Grund­idee ist, wie ihr die Wahl bewerben wollt, welche Ver­an­stal­tungen und Wer­be­maß­nahmen ihr neben den Pla­katen und Flyern noch umsetzen würdet und so weiter. Ein Begren­zung gibt es nicht, euer schrift­li­cher Ent­wurf sollte nur min­des­tens eine halbe Seite lang sein.
Ein­sen­de­schluss ist der 19.03.2012, 23:59 Uhr. Schickt uns ein­fach alle Daten per E-​Mail an oeffentlichkeitsarbeit@stura.uni-halle.de, sowie eure Anschrift und Han­dy­nummer. Als Betreff gebt ihr bitte Ide­en­wett­be­werb Hoch­schul­wahl an. Das Spre­cher­kol­le­gium wird dann gemeinsam mit dem Wahl­aus­schuss alle ein­ge­reichten Kon­zepte bewerten und das Beste aus­su­chen.
Also nutzt die vor­le­sungs­freie Zeit und setzt euch an das Zei­chen­brett! Wir sind sehr gespannt.

http://www.burg-halle.de/~stur/2012/02/17/ideenwettbewerb-hochschulwahl-750-euro-preisgeld/

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Posturbanismus als Lebensweise. Stadt, Raum, Praxis

12. Januar 2012
18:30bis19:30

mit Roger Beh­rens (Hamburg)

Do, 12.01.12 I 18.30 I Melan­chtho­nianum, Uniplatz

Über die Hälfte der Mensch­heit lebt heute in Städten. Das bedingt Ver­än­de­rungen der Lebens­ver­hält­nisse in den Städten wie Ver­än­de­rungen der Städte selbst – indes Ver­än­de­rungen, die längst noch nicht abge­schlossen und in ihren Kon­se­quenzen kei­nes­wegs planbar oder wenigs­tens vor­her­sehbar sind. So werden der­zeit zwei scheinbar gegen­läu­fige Ent­wick­lungen beob­achtet: einer­seits eine unheim­liche Expan­sion der Städte zu Zonen, ande­rer­seits ein Zer­fall der klas­si­schen Zen­tral– und Kern­struktur von Städten – eine Dis­so­zia­tion oder Frag­men­tie­rung des urbanen Raums, die mit einer zuneh­menden Kom­mo­di­fi­zie­rung und Kapi­ta­li­sie­rung der Lebens­ver­hält­nisse (nicht nur in den Städten oder was von ihnen übrig ist) einhergeht.

Es zeichnet sich indes ab, dass die urbanen Gesell­schaften sich in pos­tur­bane Gesell­schaften ver­wan­deln, und dieser Pos­tur­ba­nismus suk­zes­sive den »Urba­nism as a Way of Life« ersetzt. Was das für die gesell­schaft­liche Praxis bedeutet, ver­sucht der Vor­trag zu skizzieren.

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