Mal was anderes!

_mg_0135-11

Was sollte man unbe­dingt zum ersten Typografie-​Kurs-​Treffen im Semester im Kommunikations-​Design mit­bringen: „Schere, Tesa (am besten removable), Cutter, Kle­be­band (wenn vor­handen auch far­biges), Papiere (schwarz, weiß, farbig) und ein paar Stifte (schwarz, Fine­liner)“. Was habe ich, meines Zei­chens Mul­ti­media | VR-​Student im 7. Semester, statt­dessen kli­schee­haft und aus­schließ­lich bei mir? Richtig, meinen Laptop!

Das lag aber vor allem daran, dass die Info-​Mail von Nina Hug, der Dozentin, in meinem Spam-​Ordner gelandet war. Und so betrete ich am 17. Oktober 2008, zwei Stunden zu spät und eher schlecht aus­ge­stattet, den kom­plett mit fleißig kle­benden und schnei­denden Kommunikations-​Designern gefüllten Raum 208… Sau­berer Ein­stieg! Da zeigte sich ziem­lich schnell und greifbar die Unter­schiede der beiden Fachbereiche.

_mg_0205-1

Das Thema des Kurses war es, ein Kino­pro­gramm für alle alter­na­tiven Kinos von Halle zu ent­werfen. Das hieß in Klar­text: 6 Kinos, über 42 Filme und gefühlte 1783 ver­schie­dene Vorführungs-​Zeiten in einem Plakat oder Falt­blatt oder Heft unter­zu­bringen. Dazu regel­mä­ßige Treffen, sowie Konsul– und Prä­sen­ta­tionen. Klingt nach viel Arbeit. War es ver­dammt nochmal auch!
Vor allem für mich als Mul­ti­media VR-​Student, der mit Fragen zu Layout und Schrift seit dem Ein­stiegs­kurs bei Prof. Uli Kühnle im 1. Semester eher weniger kon­fron­tiert wurde. Klar setzt man hier mal ne Präsentations-​PDF oder dort mal den Titel für einen Film­vor­spann, doch steht meis­tens der Inhalt im Vor­der­grund, und für aus­gie­biges Hin­ter­fragen, welche Schriften in wel­chem Format auf wel­chem Papier ergeben welche Aus­sagen, bleibt oft keine Zeit. Es muss am Ende halt schön aus­sehen, und so wendet man eigent­lich immer wieder die­selben weil bewährten Schriften und Lay­outs an, tritt aber auch ein biss­chen auf der Stelle.

_mg_0182-11

Wem das so ähn­lich geht, egal ob aus Indus­trie­de­sign oder Mode oder Glas-​Keramik, dem kann ich so ein Semes­ter­pro­jekt im Kommunikations-​Design nur emp­fehlen. Der Ein­stieg war zwar etwas holprig, man merkt schon, dass man sich im Ver­gleich zu den anderen Kurs-​Teilnehmern die letzten Semester sich mit anderen Dingen als Schrift­mi­schungen, Absatz­for­maten oder Fal­tungen beschäf­tigt hat. Aber des­wegen ist man ja da, um dies nachzuholen.

Das gilt natür­lich nicht nur für Aus­flüge ins KD: Hört euch bei Kom­mi­li­tonen aus anderen Fach­rich­tungen um, welche Kurse im nächsten Semester ange­boten werden und wenn was für euch dabei ist, ein­fach dem Pro­fessor oder Dozenten anschreiben oder per­sön­lich fragen, und alles Rele­vante abklären. Über die Anrech­nung der CTS-​Punkte braucht ihr euch keine Sorgen machen, das funk­tio­niert in jedem Fall.
Man muss kein Erasmus-​Semester machen, um im Stu­dium neue Impulse und Ideen zu bekommen. Manchmal reicht schon ein Raum oder ne Etage weiter zu schauen…

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Auslandsjahr, Design, Kommunikationsdesign, Multimedia|VR-Design. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Ein Trackback

  1. Von ClayBlog: Untitled Monument am 17. Februar 2009 um 22:27

    […] Stuff Article on Brug I’ve wrote on Brug, the blog of my uni­ver­sity, an (german) article about my typography-​course in the graphic-​design-​class last year. The task was, to design a […]

Post a Comment

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>