Über die Arbeit von Galerien

21. April 2009
18:00bis19:00

Gerd Harry Lybke

Galerie EIGEN + ART, Leipzig/​Berlin

Zeit: 21.04.2009, 18 Uhr/​Jour Fix

Ort: Neu­werk 7, Raum 104, Villa

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6 Comments

  1. st2522
    Erstellt am 20. April 2009 um 10:58 | Permanent-Link

    schmeißt lybke raus

    zum besuch des »über-​galleristen« : eine ant­wort auf doris sos­sen­hei­mers rund­mail »Kunst und Markt«

    lybke ist es eher zu »ver­danken«, dass die »leip­ziger hype-​schule« so ein­heits­breiige wie­der­er­ken­nungs­wert­kunst pro­du­ziert. ich rufe auf zu markt­kri­ti­scher refle­xion und eigenen ideen, die das gesell­schaft­liche system kri­tisch in gänze reflek­tieren und nicht den rei­chen sammler-​egos ihre kunst
    unter­tä­nigst antragen. und ich rufe auf zum boy­kott dieser ver­an­stal­tung zur aktiven mythen­bil­dung eines der »erfolg­reichsten gal­le­risten deutsch­lands«. was aus­sieht wie natür­liche aus­wahl nach qua­li­täts­maß­stäben (in pr-​sprech »Schon nach kurzer Zeit war er mit fünf seiner Künstler auf der docu­menta X ver­treten.«) ist in wirk­lich­keit hartes poli­ti­sches star– und schulen-​making (da werden die ame­rican idols blaß). also : gegen schu­len­bil­dung und studentenverdummung.

    schönen tag noch
    st2522
    burg-​student

  2. Ingo Müller
    Erstellt am 21. April 2009 um 10:19 | Permanent-Link

    Lieber Anonymus mit Matrikelnummer,

    warum ver­ste­cken Sie sich hinter einem Boy­kott­aufruf und kommen nicht heute Abend vorbei um Ihre kri­ti­sche Hal­tung Herrn Lybke gegen­über zu äußern? Retten Sie Ihre Kom­mi­li­to­nInnen vor der Mythen­bil­dung, statt stu­den­ten­ver­dum­mend rum­zu­motzen! Dafür ist der Jour Fixe doch auch da.

  3. st2522
    Erstellt am 21. April 2009 um 10:31 | Permanent-Link

    klar würde ich kommen!!! aber ich bin z.zt. in japan… außerdem ist der aufruf zur kri­ti­schen stö­rung kein ver­steck­spiel. trotzdem danke für ihr kleines psychogram.

  4. Erstellt am 27. April 2009 um 12:36 | Permanent-Link

    Viel­leicht kann man das ja noch ein mal kurz zusammen fassen:

    - die Krise ist angeb­lich eine große Chance für Künstler, weil viele Gale­rien pleite gehen und man es selbst in die Hand nehmen kann

    - Man soll sich zusammen tun (10 Leute mit je 2000 € macht 20.000€) und einen kleinen Raum mieten, weil man gar­nicht so viele gute Arbeiten für einen großen hat, aus­serdem wirds dann voll bei der Eröff­nung und es ist viel schneller alles ver­kauft
    – und wenn alles ver­kauft ist, wird es inter­es­sant, den die Leute wollen immer das was sie nicht haben können

    - Halle ist »exo­tisch« und des­wegen ein guter Ort für Künstler

    - Man soll ihm keine mappen schi­cken. die ein­zige Mög­lich­keit ist, ein kunst­werk zu schi­cken und der­je­nige der es rein­bringt, muss es gleich kaufen. denn wenn der gale­rist etwas ver­kaufen kann, dann macht er es auch

  5. Erstellt am 27. April 2009 um 13:15 | Permanent-Link

    - man sollte ver­su­chen einen Gale­risten zu finden, der einen als künstler schätzt und nicht wegen einer ein­zelnen arbeit, sonst ist man dazu ver­dammt ewig den selben schwach­sinn zu machen

    - und wenn man ein guter künstler ist, braucht man sich eh keine sorgen zu machen …

    - das »gute« an der jet­zigen zeit ist auch, daß man als künstler nicht gleich in die guten gale­rien kommt und gleich schön teuer ver­kauft und dann mög­li­cher­weise ganz traurig ist, wenn es dann nicht mehr so gut geht, son­dern, daß man wieder ganz von unten anfangen kann

    - erstmal 6 jahre taxi­fahren und sein zeug machen

  6. sebastian
    Erstellt am 1. Mai 2009 um 09:47 | Permanent-Link

    was lybke augen­schein­lich ganz ueber­zeu­gend geschafft hat (das ent­nehme ich mal den kom­men­taren von chris­toph und tobi, denn ich war nicht vor ort) ist, kapi­ta­lis­ti­sche ver­kaufs­logik (und dazu gehoert 1A die neo-​liberale eigen­aus­beu­tung zu der lybke uns ueber­reden moechte) und kunst­pro­duk­tion logisch zu verk­nue­pfen. his­to­risch gesehen ist diese ver­bin­dung auf jeden fall sehr stark (siehe oskar baet­sch­mann). ich per­so­en­lich finde diese logik nicht zwangs­lauefig fort­fu­eh­rens­wert und finde es des­halb span­nender und auch dis­ku­tie­rends­werter alter­na­tiven aus­zu­loten — in mone­taerer wie auch men­taler hin­sicht dem markt­z­wang ganz den ruecken zu kehren.

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