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Cultures of the Curational
Vom 22. bis 24. Januar 2010 findet an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig die Tagung »Kulturen des Kuratorischen« statt. Ziel der Tagung ist es, das Kuratorische – verstanden als eine kulturelle Praxis, die über das Ausstellungsmachen selbst deutlich hinaus geht – in einen transdisziplinären und transkulturellen Kontext einzustellen und es als ein eigenes Verfahren der Generierung, Vermittlung und Reflektion von Erfahrung und Wissen zu untersuchen. Sie trägt damit den aktuellen sozialen, ökonomischen und politischen Entwicklungen Rechnung, die sich im kulturellen Feld unter den Bedingungen von Globalisierung, Neo-Liberalismus und Postfordismus vollziehen.
Hintergrund der Tagung ist die Beobachtung, dass die Verhältnisse und Bedingungen, unter denen kulturelle Objekte und Informationen präsentiert und rezipiert werden, im Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmend in den Fokus künstlerischer und anderer kultureller Praktiken gerückt sind. Zwischen Kunst und Wissenschaft bildeten sich Handlungsweisen, Formate und Ästhetiken heraus, die sich unter dem Begriff des Kuratorischen fassen lassen – auf ähnliche Weise, wie man vom Literarischen oder Filmischen spricht. Mit Aktivitäten, die unter anderem als Organisation, Zusammenstellen, Ausstellen, Display, Präsentation, Vermittlung oder Veröffentlichungen gefasst werden, umfasst das Kuratorische eine Vielzahl unterschiedlicher, einander überlappender und heterogen codierter Aufgabenbereiche und Rollen. Im Umgang mit ihnen hat sich seitens der verschiedenen Akteur/innen im Feld ein breites, jeweils historisch, disziplinär, professionell und regional geprägtes Spektrum von Ansätzen entwickelt.